Das Herzkatheterlabor im Klinikum Siloah ist mit moderner Medizintechnik der neuesten Generation ausgerüstet worden. Das komplett digital arbeitende Katheterlabor bietet nun höchste Bildqualität und elektronische Analysetechnik für Herzrhythmusstörungen, betont der Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin, Prof. Dr. med. Andreas Franke. Es ersetzt die 19 Jahre alte Vorgänger-Anlage und verringert zudem durch die neue Technik die Belastung durch Röntgenstrahlen für Patienten und Untersucher ganz erheblich. Das neue Herzkatheterlabor wird nach dem Umzug in knapp vier Jahren auch im künftigen Krankenhausneubau eingesetzt werden.
. Neues Herzkatheterlabor im Klinikum Siloah
Patienten profitieren von moderner Medizintechnik.

Moderne Ausstattung: Oberärzte Dr. Thomas Fürste und Dr. Christoph Lissel mit Chefarzt Prof. Dr. Andreas Franke (v.l.) im neuen Herzkatheterlabor.
Kardiologen können im Herzkatheterlabor des Klinikums Siloah Herzrhythmusstörungen, Herzkranzgefäße oder Herzklappen schonend untersuchen. Dank der modernen Technik ist auch die elektrophysiologische Untersuchung und Therapie bei komplexen Herzrhythmusstörungen im neuen Herzkatheterlabor nun noch besser als bisher möglich. Weiter gehören Implantationen von Herzschrittmacher- und Defibrillatorsystemen sowie interventionelle kardiologische Verfahren wie die Aufdehnung von Herzkranzgefäßen und die Versorgung verengter Gefäße mit einer Gefäßstütze (Stent) zum Leistungsspektrum des Herzkatheterlabors.
Ein Schwerpunkt der Fachklinik für Kardiologie ist die Versorgung von jährlich über 300 akuten Herzinfarkten in einer rund um die Uhr bestehenden Herzkatheterbereitschaft. Es werden neben der Behandlung der Kranzgefäße alle Erkrankungen des Herzens untersucht (jährlich insgesamt 1800 Eingriffe). Zum Spektrum gehören Verschlüsse von Defekten der Vorhofscheidewand, Aufweitungen der Mitralklappe und angiologische Eingriffe zum Beispiel an Halsschlagader und Nierenarterie. Ein besonderer Schwerpunkt ist die elektrische Untersuchung des Herzens einschließlich der sogenannten Ablation (derzeit ca. 150 Eingriffe jährlich) – insbesondere auch bei Vorhofflimmern.