
Zuversicht nach einem Geschäftsjahr 2025 mit deutlich verbesserten Ergebnissen (von links): David Matrai (stv. KRH Aufsichtsratsvorsitzender), Barbara Schulte (KRH Geschäftsführerin Finanzen und Infrastruktur), Torben Klant (KRH Aufsichtsratsvorsitzender), Dr. Georgia Borttscheller (KRH Geschäftsführerin Personal) und Dr. Matthias Bracht (KRH Geschäftsführer Medizin).
Das Klinikum Region Hannover (KRH), Deutschlands drittgrößter kommunaler Klinikverbund mit neun Krankenhäusern, schließt das Geschäftsjahr 2025 mit deutlich verbesserten Ergebnissen ab. Das Jahresergebnis liegt bei minus 2,6 Millionen Euro, gegenüber minus 16,6 Millionen Euro im Vorjahr – das entspricht einer deutlichen Verbesserung um 14 Millionen Euro. Bereinigt um Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreicht der Konzern mit plus 6,1 Millionen Euro ein positives Jahresergebnis. Parallel dazu steigert das KRH seine Investitionen auf 59,1 Millionen Euro und erreicht damit das höchste Niveau seit Jahren. Den Jahresabschluss hat der Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung verabschiedet.
Für das positive Ergebnis sind mehrere Faktoren ausschlaggebend: Die betrieblichen Erträge stiegen auf 827 Millionen Euro, was eine Verbesserung um 56 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr ist. Hinzu kommen die konsequente Umsetzung der Medizinstrategie 2030 sowie eine messbare Leistungsverbesserung an den einzelnen Standorten durch eine verbesserte Steuerung und Performance.
Die KRH Geschäftsführung sieht das Unternehmen damit zusammengefasst auf einem guten Weg und dankt allen Mitarbeitenden für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit und das Engagement: Sie haben ihren ganz persönlichen Anteil daran, dass 2025 ein gutes Jahr für das KRH war und bilden damit das Fundament des Erfolgs.
„Vieles, was wir in den vergangenen Jahren angestoßen haben, um die finanzielle Situation des KRH nachhaltig zu verbessern, zeigt jetzt konkrete Wirkung“, kommentiert Barbara Schulte, KRH Geschäftsführerin Finanzen und Infrastruktur, die positive, wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens. Gleichzeitig stellt sie fest, dass das Ergebnis zwar eine gute Tendenz sei, man sich aber keinesfalls auf dem bisher Erreichten ausruhen könne: „Wir müssen unseren Weg konsequent weitergehen, dürfen nicht nachlassen. Unser Ziel bleibt es, das strukturelle Defizit konsequent weiter zu verringern und das KRH nachhaltig wirtschaftlich zukunftsfähig aufzustellen“.
Auch die Umsetzung der Medizinstrategie 2030 entfaltet ihre wirtschaftliche Wirkung: Neben der oben genannten deutlichen Steigerung der betrieblichen Erträge, erhöhten sich auch die stationären und ambulanten Fallzahlen in der Somatik auf rund 284.000 (2024: 282.000), die Behandlungstage in den psychiatrischen Kliniken auf 267.000 (2024: 255.000).
„Die Medizinstrategie 2030 war die richtige Entscheidung, und die Zahlen bestätigen es eindrucksvoll. Wir haben damit nicht nur das Versorgungsangebot in der Region Hannover neu geordnet, sondern auch die Grundlagen für eine langfristig stabile medizinische Perspektive des KRH gelegt“, betont Dr. Matthias Bracht, KRH Geschäftsführer Medizin.
Auch als Arbeitgeber gewinnt das KRH weiter an Attraktivität: Im Jahresdurchschnitt 2025 beschäftigte der Konzern rund 8.885 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit fast 100 mehr als im Vorjahr. „Die Medizinstrategie und damit die Konzentration von Leistungen an weniger Standorten verändert durchaus die Art und Weise der Zusammenarbeit. Veränderungen sind bei aller Freude auf Neuerungen auch herausfordernd. Umso mehr wissen wir es zu schätzen, dass wir sowohl für viele langjährige als auch zahlreiche neu in 2025 gewonnene Mitarbeitende ein so verlässlicher und auch attraktiver Arbeitgeber sind“, sagt Dr. Georgia Borttscheller, KRH Geschäftsführerin Personal.
David Matrai, stv. Aufsichtsratsvorsitzender des KRH, betont: „Die tagtägliche Arbeit in Krankenhäusern in Zeiten des Umbruchs bleibt herausfordernd. Umso wichtiger ist die Einbindung der betrieblichen Interessenvertretungen und der Schutz durch einen Tarifvertrag, der als Begleitung der Medizinstrategie vereinbart werden konnte. Es bleibt zentral, weiterhin alle Beschäftigtengruppen im Blick zu behalten.“
Der KRH Aufsichtsratsvorsitzende Torben Klant sieht das KRH insgesamt auf einem guten Weg: „Die Rahmenbedingungen für Krankenhäuser und Klinikverbünde bleiben äußerst anspruchsvoll. Umso wichtiger ist es, dass das KRH seinen Weg der Medizinstrategie 2030 konsequent weitergeht. Die aktuellen Zahlen belegen, dass die eingeleiteten Veränderungen Wirkung zeigen. Das KRH ist damit für die Herausforderungen der kommenden Jahre gut gerüstet.“
Geschäftsführung und Aufsichtsrat sind davon überzeugt, dass das KRH trotz der dynamischen und herausfordernden Rahmenbedingungen im kommenden Geschäftsjahr gut aufgestellt ist und seinen eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen wird. Auch das kommende Geschäftsjahr bleibt nach heutiger Einschätzung dynamisch und herausfordernd.
KRH Konzern-Zahlen im Überblick: 2023-2025
Jahresergebnis
- 2023: 21,5 Millionen Euro (Sondereffekte)
- 2024: -16,6 Millionen Euro
- 2025: -2,6 Millionen Euro
EBITDA
- 2023: 36,3 Millionen Euro (Sondereffekte)
- 2024: -5,0 Millionen Euro
- 2025: +6,1 Millionen Euro
Investitionen
- 2023: 25,8 Millionen Euro
- 2024: 39,5 Millionen Euro
- 2025: 59,1 Millionen Euro
Betriebliche Erträge
- 2023: 761 Millionen Euro
- 2024: 771 Millionen Euro
- 2025: 827 Millionen Euro
Fallzahlen in der Somatik (stationär und ambulant)
- 2023: ca. 276.000
- 2024: ca. 282.000
- 2025: ca. 284.000
Behandlungstage in den psychiatrischen Kliniken
- 2023: ca. 250.000
- 2024: ca. 255.000
- 2025: ca. 267.000