
Die Verlagerung der Inneren Medizin mit Geriatrie und Schmerztherapie von Lehrte ins KRH Klinikum nach Großburgwedel ist nun wie geplant abgeschlossen. Damit wird das KRH Klinikum Lehrte nun als Regionales Gesundheitszentrum (RGZ) weiterbetrieben. Das Kernangebot umfasst die Leistungen des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) mit urologischer und radiologischer Praxis, eine Dialyse und ein ambulantes Operationszentrum. Zusätzlich bietet das RGZ zehn pflegegeführte stationäre Betten auch zur nächtlichen Betreuung von Patientinnen und Patienten an, die am 13. Juli 2026 in den Betrieb gehen werden.
KRH Geschäftsführer Dr. Matthias Bracht zeigt sich zufrieden mit dem aktuellen Stand: „Das KRH arbeitet konsequent an der Umsetzung der Medizinstrategie 2030. Mit dem RGZ schaffen wir ein hochmodernes Zentrum für unterschiedliche Versorgungsbedarfe an der Grenze zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten in der Region bedarfsgerecht, effizient und auf einem hohen medizinischen Niveau zu versorgen.“
Der geschäftsführende kaufmännische und ärztliche Direktor PD Dr. Klaus Tim Kaufeld hebt vor allem die wirtschaftliche und strukturelle Relevanz hervor: „Das RGZ steht für eine moderne, effiziente Versorgungsstruktur. Durch die enge Verzahnung verschiedener medizinischer Angebote können wir Ressourcen besser nutzen und zugleich die Qualität der Versorgung weiter erhöhen.“
Das neue RGZ ist Teil einer umfassenden Transformation innerhalb des KRH, die auf mehr Spezialisierung, Vernetzung und Patientenzentrierung abzielt. Am Standort Lehrte entsteht so Schritt für Schritt ein leistungsfähiger Gesundheitscampus, der medizinische Versorgung, Prävention und ergänzende Angebote miteinander verzahnt. Der Aufsichtsratsvorsitzende des KRH, Torben Klant, würdigt die strategische Bedeutung der Investition: „Mit dem RGZ Lehrte setzt das KRH ein wichtiges Zeichen für die Zukunftsfähigkeit der kommunalen Gesundheitsversorgung. Die Entwicklung des Gesundheitscampus mit den geplanten ambulanten und stationären Strukturen ist der richtige Weg, um den aktuellen und künftigen Herausforderungen im Gesundheitswesen nachhaltig zu begegnen.“
Für Lehrtes Bürgermeister Frank Prüße steht fest: „Das Regionale Gesundheitszentrum ist ein wichtiger Baustein zur Realisierung meiner Idee, einen Gesundheitscampus als Nachnutzung des Krankenhausgeländes in Lehrte zu schaffen. Neben dem Neubau, den wir in Lehrte erwarten und auch einfordern, wird das Zusammenspiel aus KRH-RGZ und den Angeboten der Hahne-Holding elementar für die Akzeptanz und den Erfolg dieses Modells sein. Lehrte kann so zu einem Beispiel für zukunftsgewandte Gesundheitsversorgung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung werden. Dafür werde ich mich auch künftig einsetzen.“
Der neue Eigentümer übernimmt die Liegenschaften zum 1. September 2026. Das KRH ist dann Mieter der Räumlichkeiten. Parallel zu diesem lückenlosen Betrieb des RGZ im Altbestand wird der beschlossene Neubau für das RGZ vorangetrieben. Die Regionsversammlung hat Ende Februar 2026 einstimmig die Förderung dieses Neubaus in einer Größenordnung von 25 Millionen Euro beschlossen und die Geschäftsführung mit einem Weisungsbeschluss verbindlich mit der Umsetzung beauftragt.