Es gibt Themen, mit denen man sich nicht beschäftigen möchte, im Laufe des Lebens aber möglicherweise muss. Demenz ist eines davon. Keiner sucht es sich aus: weder die Betroffenen noch die Angehörigen. Ist der unliebsame Gast oder sind erste Ungereimtheiten oder Anzeichen da, steht fest: Informationen müssen beschafft werden: Wer stellt eine Diagnose? Wie kann es weitergehen? Genau für solche Fragestellungen gibt es einmal im Jahr die Woche der Demenz.
Auch das KRH Klinikum Robert Koch Gehrden nimmt sie zum Anlass, um Angehörige über das Thema zu informieren. Am Donnerstag, 24. September, von 14.30 bis 15.30 Uhr, gibt Ines Holtz, die Demenzbeauftragte des Hauses, in einem Vortrag einen kurzen Überblick über das Krankheitsbild. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Kommunikation und der Beschäftigung mit den Betroffenen.
Zudem gibt sie Tipps, wie ein Krankenhausaufenthalt für an Demenz erkrankten Menschen erleichtert werden kann. Denn die Versorgung von Menschen mit kognitiven Einschränkungen im Krankenhaus stellt für alle Beteiligte eine besondere Herausforderung dar. Sie benötigen feste Strukturen, Bezugspersonen und eine gewohnte Umgebung. Essenziell wichtig für sie ist das eigene Wohlbefinden und die Teilhabe.
Besonderes Angebot: Die „Bunte Stunde“
Um die Teilhabe der Demenzerkrankten zu fördern und deren Rückzug zu vermeiden, bietet Ines Holtz seit Oktober 2025 einmal pro Woche ein niederschwelliges Beschäftigungsangebot für Patient*innen des KRH an, die sogenannte „Bunte Stunde“. Unterstützt wird sie dabei von Pflegeassistentin Elena Rusch.
In der „Bunten Stunde“ werden unterschiedliche Aktivitäten zur Förderung der Merkfähigkeit und des Gedächtnisses angeboten, z. B. Beispiel Memory, Bingo und Wortspiele. In einem zweiten Teil geht es um die Förderung der Koordination und Beweglichkeit. Hier haben die Teilnehmenden Spaß, z. B. beim Tischhockey oder Angelspiel. Natürlich sind Biografiearbeit und aktuelle Themen ebenfalls ein wichtiger Bestandteil.
Dabei sein lohnt sich doppelt
Ines Holtz hat ein besonderes Angebot für die Zuhörenden des Vortrags: Am Mittwoch, 30. September, haben sie die Möglichkeit, bei der „Bunten Stunde“ dabei zu sein. Für den Vormittag und den Nachmittag sind jeweils 8 Plätze für Betroffene zu vergeben, natürlich plus Begleitperson. So gehts: Seien Sie am 24. September dabei und sichern Sie sich direkt vor Ort mit Ihrem an Demenz erkrankten Angehörigen die Teilnahme an einer „Bunten Stunde“.
„Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Scheuen Sie sich nicht offen Ihre Frage zu stellen. Wir hoffen, Ihnen viel Hilfreiches an die Hand geben zu können“, sagt Ines Holtz.
Im Rahmenprogramm präsentieren sich ab 14 Uhr im Eingangsbereich die Sozialen Dienste an Informationsständen, die z. B. Auskünfte über Unterstützung zu Hause und Entlastung für Angehörige geben. Denn Demenzerkrankte sind oftmals sturzgefährdet.
In der Region Hannover finden weitere Veranstaltungen in der Woche der Demenz statt.