Es läuft alles nach Plan in Springe. Mit dem Umzug des Krankenhauses ins KRH Klinikum Robert Koch Gehrden am Dienstag, den 15. September, wird ein weiterer Baustein der „Medizinstrategie 2020“ umgesetzt. Die Notfallversorgung in Springe mit sechs Notfallbetten bleibt hingegen – wie vereinbart – rund um die Uhr gewährleistet.
. Umzug des Krankenhaus Springe in vollem Gange
Nur wenige Patienten müssen nach Gehrden gefahren werden

Stationsleiterin Manuela Schwäcke (links) und Pflegepraktikantin Lea Gandyra packen Kisten für den Umzug.
Bereits im August wurden die Intensivstation und die Chirurgie aus Springe nach Gehrden verlagert. Am vergangenen Freitag waren nur noch drei Patienten im Klinikum Springe, darunter der 86-jährige Werner Winkowski: „Die Schwestern hier sind 100 Prozent in Ordnung“, meinte Winkowski, der wegen Atemnot infolge eines Lungenödems behandelt wurde. Die Frage einer Reporterin der Springer Lokalzeitung, ob es ihm etwas ausmache, im Krankheitsfall künftig in Gehrden oder einem anderen Krankenhaus behandelt zu werden, beantwortete der Patient gelassen: „Das macht mir nichts aus.“

Werner Winkowski gehört zu den letzten Patienten, die im KRH Klinikum Springe behandelt wurden.
Rund 400 Umzugskisten, medizinische Geräte und Möbel sind bereits von Springe nach Gehrden transportiert worden. Am Freitag packten Stationsleiterin Manuela Schwäcke gemeinsam mit der Pflegepraktikantin Lea Gandyra weitere Kisten auf Station 2 ein: „Das war mein Zuhause hier“, sagt Schwester Manuela, die seit 29 Jahren in Springe als Krankenschwester beschäftigt ist. Natürlich sei die Schließung des Springer Krankenhauses für die Mitarbeiter und Patienten ein emotionales Thema. Doch sie freue sich auch auf den Neuanfang in Gehrden, wo sie „ihre“ neue Station schon kenne und bei der Einrichtung dabei war: „Ich fühle mich schon wohl in Gehrden“, betont Manuela Schwäcke. Da die KRH-Standorte Springe und Gehrden bereits seit Jahren eng kooperierten, kenne man sich. Auch werden beide Häuser seit langer Zeit von einem einheitlichen Direktorium geführt: „Wir haben weiter die gleichen Chefs, da ändert sich für uns nichts.“
Die Umzugsorganisation liegt in den Händen von Holger Dorl (Gehrden) und Carlos Trindade (Springe). Beim lange geplanten Umzugstag am 15. September seien aller Voraussicht nach weit weniger Patienten zu transportieren als zunächst angenommen, sagt Trindade.