
Prof. Dr. Dr. Martin Müller, Direktor des KRH Krebszentrum, begrüßt die Besucherinnen und Besucher im Konferenzraum des KRH Klinikum Siloah.
Beim KRH Krebsinformationstag im KRH Klinikum Siloah hat am Samstag großer Andrang geherrscht: 200 Besucherinnen und Besucher aus Hannover und der Region folgten der Einladung, sich umfassend über Krebserkrankungen zu informieren und mit Experten ins Gespräch zu kommen. Das Angebot wurde durchweg positiv angenommen.
Informative Vorträge und persönliche Eindrücke
„Die Vorträge waren sehr informativ, verständlich und abwechslungsreich. Mich hat besonders der Vortrag zu Blasen- und Prostatakrebs interessiert. Die Impulse durch die weiteren Vorträge, wie z. B. zum Umgang mit dem Fatigue-Syndrom, fand ich auch sehr interessant“, sagte Isolde Mell aus Hannover, die sich darüber hinaus auch an den Informationsständen und bei den Expertengesprächen in Kleingruppen am Nachmittag informierte. „Sehr interessant und rundum umfangreich“, war das Fazit von Andreas Macke, der extra aus Garbsen angereist war, um sich zu informieren und mit den Experten persönlich ins Gespräch zu kommen.
Dialog als zentrale Stärke der Veranstaltung
Der Informationstag bot von 10 bis 16 Uhr ein vielfältiges Programm aus Vorträgen, Diskussionsrunden und Informationsständen. An zahlreichen Stationen standen Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Psychoonkolog*innen sowie Selbsthilfeakteur*innen für Fragen und Austausch bereit. Informationen zu aktuellen Entwicklungen in der Krebsmedizin, Behandlungsmöglichkeiten, psychosozialer Unterstützung und regionalen Versorgungsangeboten wurden vermittelt – und zugleich Raum für persönliche Gespräche geschaffen. Besonders in der moderierten Gesprächsrunde sowie an den Ständen wurde der rege Austausch zwischen Fachleuten und den Besucherinnen und Besuchern deutlich. Viele nutzten die Gelegenheit, sich nicht nur zu informieren, sondern auch ihre eigenen Fragen zu stellen.
Expert*innenvortrag: Bedeutung von Sport bei Krebserkrankungen
Ein besonderes Highlight war der Vortrag von Prof. Dr. Joachim Wiskemann, Sportwissenschaftler und Leiter der Arbeitsgruppe Onkologische Sport‑ und Bewegungstherapie am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg am Universitätsklinikum Heidelberg. Er gilt als einer der führenden Experten für Bewegung bei Krebserkrankungen und leitet dort u. a. das Patientenprogramm „Bewegung und Krebs“ sowie das Netzwerk OnkoAktiv zur sport‑ und bewegungstherapeutischen Versorgung von Krebspatient*innen. Er erläuterte, wie gezielte körperliche Aktivität die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten verbessert, Müdigkeit reduziert und den Therapieerfolg unterstützen kann. Die Zuhörer*innen erhielten praxisnahe Tipps, wie Bewegung in den Alltag integriert werden kann, und nutzten die Gelegenheit, individuelle Fragen direkt an Prof. Wiskemann zu stellen.
Dank an Moderation und Organisation
Eingeladen hatte das KRH Krebszentrum mit Prof. Dr. Dr. Martin Müller als Direktor des KRH Krebszentrums. „Ich freue mich über das große Interesse, das zeigt, dass das Informationsbedürfnis zum Thema Krebserkrankungen ungebrochen groß ist. Mein besonderer Dank geht an Prof. Wiskemann, der extra den Weg von Berlin nach Heidelberg über Hannover gemacht hat, und Jan Sedelies von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung für seine professionelle und einfühlsame Moderation“, sagte er.
KRH hat langjährige Expertise in der Krebsversorgung
Das Klinikum Region Hannover blickt auf eine lange Tradition in der Versorgung von Menschen mit Krebserkrankungen zurück. Mit mehr als 15 nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierten Organkrebszentren verfügt das KRH über eine breite und interdisziplinäre Expertise auf dem gesamten Gebiet der Onkologie.













