Logo KRH Klinikum Region Hannover Klinikum Region Hannover
  • Unsere Standorte
  • Ihre Gesundheit
  • Das KRH
  • Karriere
  • Ausbildung
  • Suche
  • Menü
Sie befinden sich hier:
  1. krh.de
  2. Das KRH
  3. Aktuelle Meldungen
  4. Lungenkrebs-Früherkennung wird Kassenleistung Lungenkrebs-Früherkennung wird Kassenleistung

25.03.2026 / KRH Klinikum Siloah . Lungenkrebs-Früherkennung wird Kassenleistung

Chefarzt Prof. Dr. Fühner: „Extrem sinnvoll“ bei starkem Zigarettenkonsum

Der Ablauf: Lungenkrebs-Früherkennung für Raucher*innen

Der Ablauf: Lungenkrebs-Früherkennung für Raucher*innen

Als Vorsorge-Programm, um Brustkrebs schon in einem frühen Stadium zu entdecken, ist insbesondere das Mammografie-Screening für Frauen flächendeckend bekannt. Ab 1. April 2026 startet für starke Raucherinnen und Raucher eine Maßnahme, mit der sich Lungenkrebs eher entdecken lässt. Das Programm richtet sich auch an Personen, die vor weniger als zehn Jahren mit dem Nikotinkonsum aufgehört haben. Chefarzt Prof. Dr. Thomas Fühner, der die Klinik für Pneumologie und das Lungenkrebszentrum am KRH Klinikum Siloah leitet, hält dieses Angebot als Kassenleistung für „extrem sinnvoll“.

In sehr vielen Fällen – nämlich über 90 Prozent – entsteht die Erkrankung aus den Bronchien, deshalb spricht die behandelnde Ärzteschaft von Bronchialkarzinom. Bösartige Tumoren in der Lunge bedeuten, so unterstreicht er, „eine sehr ernst zu nehmende Krebserkrankung“. Bundesweit wird sie jährlich etwa 58.000 Mal diagnostiziert. Als Todesursache durch Krebs steht sie laut Statistischem Bundesamt auf Platz 1. Fast 90 Prozent der Fälle von Lungenkrebs sind auf Tabakkonsum zurückzuführen.

Durch Vorsorge den Krebs früher entdecken

Besonders problematisch bei Lungenkrebs ist, dass er anfangs keine Beschwerden verursacht. Auch muss man zwischen nicht kleinzelligem Lungenkrebs, der sich langsamer entwickelt, und kleinzelligem Lungenkrebs, der sich rasch ausbreitet und im Körper streut, unterscheiden. Grundsätzlich gilt: Wenn Symptome auftreten, befindet sich die Erkrankung häufig in einem Stadium, das nicht einfach zu behandeln ist. „Zwar haben sich die Therapiemöglichkeiten und -ansätze verbessert – aber von Heilungsraten wie bei Brustkrebs sind wir noch deutlich entfernt“, so Prof. Dr. Thomas Fühner.

In den USA gibt es Lungenkrebs-Screenings schon seit Jahren: Untersuchungen hätten ergeben, dass die Erkrankung dadurch früher entdeckt würde, ein wichtiges Merkmal für die anschließende Behandlung. Denn je nach Voranschreiten wird zwischen vier Stadien unterschieden: In den USA wurden im Screening bei 57 Prozent der erkrankten Personen bösartige Veränderungen im Stadium I oder II gefunden. Noch deutlicher zeigte sich der Benefit für Betroffene in einer niederländisch-belgischen Studie (Nelson-Trial) mit sogar 74 Prozent im Stadium I-II. Die HANSE-Studie im norddeutschen Raum kam auf 64 Prozent in einem frühen Stadium bei bereits Erkrankten. Dies bedeutet einen (lebens-)wichtigen Vorsprung: Denn im Stadium I und II ist Lungenkrebs heilbar, während dieser Phase der Erkrankung lässt sich das Karzinom durch Fachleute der Thoraxchirurgie noch entfernen.

Das Vorsorge-Programm basiert auf einer Computertomographie mit einer möglichst niedrigen Dosis von Röntgenstrahlen: Dabei entstehen Schnittbilder, die von Ärzten (auch mit Unterstützung einer speziellen Software) auf verdächtige Auffälligkeiten analysiert werden. Wer möchte, kann diese Untersuchung jährlich vornehmen lassen. Voraussetzung für eine Teilnahme ist starker Nikotin-Konsum, aktuell oder bis in die jüngere Vergangenheit. Berechtigt sind Menschen zwischen 50 und 75 Jahren, die mindestens 25 Jahre geraucht haben. Und der Umfang muss rechnerisch mindestens 15 Packungsjahre ergeben. Zur Erklärung: Das Rauchen von 20 Zigaretten über zwölf Monate hinweg entspricht einem Packungsjahr.

Dauer und Umfang des Nikotinkonsums entscheidet

Der Unterschied zum Mammografie-Screening besteht darin, dass es kein zentrales Einladewesen geben wird. Klar, denn Frauen sind sozusagen amtlich bekannt. Doch nirgendwo an übergeordneter Stelle wird erfasst, ob jemand stark raucht. So kommt es bei den Betroffenen auf Eigeninitiative an und gerade bei Hausärztinnen und -ärzten auf deren Engagement. Chefarzt Prof. Dr. Thomas Fühner unterstreicht: „Das sind die Gatekeeper. Sie sollen Risikopatienten gezielt ansprechen.“ Idealerweise fragen die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen bei Patientinnen und Patienten Dauer und Umfang des Zigarettenkonsums ab. Wird im nächsten Schritt in einer radiologischen Praxis dann durch das sogenannte Low-Dose-CT eine abklärungsbedürftige Auffälligkeit entdeckt, folgt eine Zweitbefundung – möglichst in einem Lungenkrebszentrum. „Wir werden diese Zweitbefundung in unserem Lungenkrebszentrum anbieten“, erklärt Chefarzt Prof. Dr. Fühner. Er sieht das Lungenzentrum am KRH Klinikum Siloah mit einem „großen Versorgungsauftrag für Stadt und Region“ zusammen mit der MHH.

CT mit geringer Strahlendosis als neue Chance

Er hofft auf einen guten Start des Vorsorgeprogramms, glaubt aber, dass es einige Zeit brauchen wird, um Fahrt aufzunehmen. Zum Vergleich: Am Mammografie-Screening, das es seit etwa 20 Jahren gibt, nimmt inzwischen etwa die Hälfte aller angeschriebenen Frauen teil. Da die Strahlenlast bei der Lungenkrebs-Vorsorge sehr niedrig ist, brauchen sich Patientinnen und Patienten nicht zu sorgen. Nutzen und Risiken wurden vor Start des Programms gegeneinander abgewogen, und zwar durch das unabhängige Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Die Fachleute befanden, dass der Nutzen überwiegt. Auch Prof. Dr. Fühner betont: „Regelmäßiges Rauchen ist gefährlicher als ein Low-Dose-CT.“

Mit den Folgen von Nikotinkonsum ist er bei seiner täglichen Arbeit konfrontiert. Jährlich werden am Klinikum Siloah über 400 Primärfälle von Lungenkrebs diagnostiziert. „Der überwiegende Anteil befindet sich in einem fortgeschrittenen Stadium.“ Es ist absehbar, dass sich die bisherigen Zahlen durch das neue Vorsorge-Angebot noch steigern. Raucherinnen und Raucher, die sehr wohl um ihre Gefährdung wissen, sollten das Programm als Chance begreifen. „Je eher Krebs entdeckt wird“, sagt der Chefarzt, „desto besser ist die Therapieperspektive“.

  • Diese Seite per Mail verschicken
  • Diese Seite auf Facebook teilen
  • Diese Seite drucken
  • Diese Seite in WhatsApp teilen
  • Diese Seite auf Xing teilen
  • Diese Seite auf LinkedIn teilen

Social Media / Verbinden Sie sich mit Uns

Facebook Instagram Youtube LinkedIn Xing

Standort


  • KRH Klinikum Agnes Karll Laatzen
  • KRH Klinikum Großburgwedel
  • KRH Klinikum Lehrte
  • KRH Klinikum Neustadt a. Rübenberge
  • KRH Klinikum Nordstadt
  • KRH Klinikum Robert Koch Gehrden
  • KRH Klinikum Siloah
  • KRH Psychiatrie Langenhagen
  • KRH Psychiatrie Wunstorf
Logo Aktionsbündnis Patientensicherheit Logo Netzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ Logo der Allianz Kommunaler Großkrankenhäuser Logo der Region Hannover
  • Presse
  • Lob & Tadel
  • Sitemap
  • Datenschutz
  • Patientenfürsprecher
  • Impressum
  • Medizinproduktesicherheit
  • Lieferkette

© 2021, Klinikum Region Hannover GmbH