
Arbeiten gern im Flexpool der KRH Psychiatrie Wunstorf (v. l.): Diana Stacker, Anna-Lena Krüger, Julia Dorn, Alexander Gehrke.
Feste Teams, klare Abläufe, bekannte Gesichter: so stellen sich viele den Klinikalltag vor. Doch es gibt Menschen, für die genau das nicht gilt. Alexander Gehrke, Pflegefachkraft in der KRH Psychiatrie Wunstorf, gehört dazu. Er ist Teil des sogenannten Flexpoolteams.
Als er an einem Montagmorgen zur Arbeit kommt, erfährt er, dass er heute der Station für Geronto- und Psychotherapie zugeordnet ist. „Dankbarkeit und Wertschätzung erfahre ich von allen Seiten. Das macht den Job für mich besonders“, sagt er.
Vorteile des Flexpoolteams
Die Vorteile des „internen Springerteams“ für Gehrke und seine Kolleg*innen Anna-Lena Krüger, Diana Stacker und Julia Dorn liegen auf der Hand: Sie springen dort ein, wo kurzfristig Personalbedarf besteht. So kann beispielsweise Elternzeit oder ein krankheitsbedingter Personalmangel ausgeglichen werden. Und: Sie kennen sich überall gut aus: So sind sie mit dem Gelände der Psychiatrie genauso vertraut wie mit den Prozessen der verschiedenen Stationen. Den Kolleg*innen können Sie folglich direkt helfen und benötigen keine Einarbeitungszeit.
Unterstützung in allen Einsatzgebieten
Das Flexteam bietet seinen Mitarbeitenden viele Möglichkeiten: Sie können sich ihren Dienstplan – und somit ihre Arbeitsstunden in der Woche – selbst gestalten. Anschließend prüfen ihre Vorgesetzten, welche Stationen zu den angegebenen Zeiten Bedarf an Mitarbeitenden haben, und teilen die Pflegefachkräfte den entsprechenden Stationen zu. Mitarbeitende des Flexpools werden in allen Fachbereichen der psychiatrischen Klinik in Wunstorf eingesetzt und unterstützen dort je nach Bedarf.
Familienfreundliche Dienstzeiten
Für Anna-Lena Krüger, Diana Stacker und Julia Dorn war die Berücksichtigung ihrer persönlichen Situation das ausschlaggebende Kriterium dafür, ins Flexteam zu wechseln. Denn als Eltern mit jungen Kindern sind sie darauf angewiesen, an Wochenenden für ihre Kinder da sein zu können. Die Zugehörigkeit zum Flexteam schließt den Dienst an Wochenenden und Feiertagen zwar nicht grundsätzlich aus, jedoch wird hierauf besondere Rücksicht genommen. In der Lebensphase, in der Kinder noch betreuungsbedürftig sind, steht für sie nicht mehr als ein Dienstwochenende im Monat an. Insbesondere für die alleinerziehende Mutter Anna-Lena Krüger sind weniger Arbeitstage an Wochenenden unverzichtbar. Denn für sie wäre es kaum möglich, an mehreren Wochenenden im Monat Kinderbetreuung zu organisieren.
Nicht nur junge Eltern profitieren von den flexiblen Arbeitszeiten im Flexpool, auch Menschen in ganz unterschiedlichen Lebensphasen finden hier passende Möglichkeiten. „Eine unserer Kolleginnen studiert nebenbei. Sie arbeitet entsprechend sogar an zusätzlichen Wochenenden, damit sie unter der Woche an einigen Tagen an der Uni sein kann“, erzählt Alexander Gehrke.
Viel Abwechslung im Arbeitsalltag
Trumpf des Flexteams ist die Abwechslung, die es seinen Mitarbeitenden bietet. Durch die regelmäßige Einteilung auf neue Stationen wird der Arbeitsalltag in der Psychiatrie nie langweilig, jeder Tag bietet die von neuem die Chance, bereichernde Erfahrungen zu sammeln.