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16.07.2026 / Pressemitteilung . Vernetzte Versorgung auf nächstem Level: KRH baut Konzernurologie auf

In der Region Hannover entsteht eine der größten Urologien in Deutschland

Ein Composing der Region Hannover mit den Eingangsbereichen der Standorte Siloah, Großburgwedel und Gehrden

Mit dieser Entwicklung setzt das KRH Klinikum Region Hannover Maßstäbe für die Versorgung in vernetzten Strukturen und über Standorte hinweg. Zum 1. Juli 2026 hat in Deutschlands drittgrößten kommunalen Klinikverbund der Aufbau einer konzernweiten Urologie an drei Standorten unter einer medizinischen und kaufmännischen Leitung begonnen. Damit können die Urologinnen und Urologen des KRH Klinikum Region Hannover den Leitgedanken der Medizinstrategie 2030 „So wohnortnah wie möglich und so speziell wie nötig“ künftig noch besser umsetzen. Der Leitgedanke zielt darauf ab, die Grundversorgung im direkten Lebensumfeld der Menschen zu sichern und gleichzeitig hochkomplexe Behandlungen in spezialisierten Zentren zu bündeln. Und das alles wohnortnah in der Region.   

„Die Einführung von Leistungsgruppen und die zunehmende Spezialisierung in der Medizin erfordert es, dass wir unsere Versorgungsangebote nicht mehr allein bezogenen auf unsere einzelnen Krankenhausstandorte denken und entwickeln, sondern unsere Organisationsstruktur stärker nach den medizinischen Inhalten und Fachgebieten ausrichten“, erläutert Dr. Matthias Bracht, KRH Geschäftsführer Medizin, die Entwicklung. „Wir müssen weg von isolierten standortbezogenen Versorgungsangeboten hin zu vernetzten und übergreifend gesteuerten Einheiten, um die Versorgungsqualität flächendeckend auch für die Zukunft zu sichern.“

Damit wird in der Region Hannover ein Stück Krankenhausgeschichte geschrieben. Die enge Verzahnung eines medizinischen Fachgebietes über mehrere Krankenhausstandorte wird in der KRH schon seit Jahren über die medizinischen Fachgruppen gelebt. Eine eigene konzernweite Fachstruktur zu etablieren, ist aber noch einmal ein konsequenter tieferer Verzahnungsschritt. Möglich wurde die zukunftsweisende Entwicklung durch die weitreichenden strategischen Überlegungen auf der chefärztlichen Ebene. Bereits in den zurückliegenden Jahren wuchsen die Standorte Gehrden und Siloah im Bereich der Urologie zusammen. Über die Fachgruppe Urologie verzahnten sich die Kliniken zunehmend auch mit dem KRH Klinikum Großburgwedel. Patientinnen und Patienten profitieren im Rahmen dieses Zusammenschlusses vor allem durch eine qualitative Weiterentwicklung der Versorgungsqualität in der Region.  

Als neuer Chefarzt für den Standort Großburgwedel und Ärztlichen Direktor für die neue Konzernurologie konnte Prof. Dr. Alexandre Pelzer gewonnen werden, der bereits die Urologien am KRH Klinikum Siloah und KRH Klinikum Robert Koch in Gehrden als Chefarzt leitet: „Für die Region Hannover ist dieser Schritt hin zu einer konzernweiten Urologie ein Meilenstein in der Gesundheitsversorgung. Wir haben früh gesehen, dass unser Fach prädestiniert ist, um so einen Schritt zu vollziehen, gerade vor dem Hintergrund der technologischen Entwicklung und den zu erwartenden steigenden Fallzahlen im Bereich der Urologie. Mit über 8.000 stationären Patientinnen und Patienten pro Jahr ist die KRH Konzernurologie ein sehr bedeutender urologischer Versorger in Deutschland.“ 

Kaufmännisch wird die neue standortübergreifende Klinikstruktur von PD Dr. Tim Kaufeld geleitet. Er übernimmt die Aufgabe zusätzlich zu seiner Position als Geschäftsführender und Ärztlicher Direktor des KRH Klinikum Großburgwedel. „Ich freue mich sehr über das mir entgegengebrachte Vertrauen und auf die neue Dimension der vernetzten Zusammenarbeit“, so Kaufeld. „Die Entwicklung des Schwerpunktversorgers hier im Osten der Region wird davon genauso profitieren wie die urologische Versorgung in der gesamten Region Hannover.“ 

In keinem anderen medizinischen Fachgebiet hat sich der Einsatz von roboterunterstützten OP-Verfahren (sogenannten Da Vinci-Operationen) soweit etabliert, wie in der Urologie. Das liegt vor allem an dem Einsatzgebiet bei urologischen Krebsoperationen. Mit höchster Präzision kann funktionserhaltend an vielen Organen, wie Niere, Blase und Prostata, operiert werden, die erkrankten Bereiche entfernt und das restliche Gewebe geschont werden. 

Das sogenannte Da Vinci-System ist bereits in Gehrden und im Siloah seit vielen Jahren im Einsatz und ist mit der Neustrukturierung auch für den Standort Großburgwedel vorgesehen, sodass die neue Konzernurologie dann über drei OP-Roboter verfügen soll. „Das A und O beim Operieren mit einem robotischen Unterstützungssystem ist das Können der Operateurinnen und Operateure“, erklärt der Ärztliche Direktor Pelzer. „Hier wird die gesamte Region Hannover stark davon profitieren, dass wir im Konzern ein tolles Team und eine extrem gut aufgestellte Weiterbildungskultur entwickelt haben. So haben wir in der Urologie bereits jetzt sechs speziell ausgebildete, eigens für die Da Vinci-OP-Systeme zertifizierte, Operateure mit großer Erfahrung, die die geplante Etablierung auch in Großburgwedel störungsfrei und ohne Lernkurve bewerkstelligen können werden.“

Der bisherige Chefarzt der Klinik für Urologie am KRH Klinikum Großburgwedel Dr. Joachim Stein verabschiedete sich am 30. Juni 2026 in den wohlverdienten Ruhestand. Er hatte die Entwicklung der drei Kliniken zu einer Konzernurologie gemeinsam mit Professor Pelzer vorangetrieben und wichtige Grundlagen hierfür geschaffen.    

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